Gastgeberverzeichnis Südharz

Roßla

Roßla
Herzlich Willkommen im schönen Ort Roßla.

Helme-in-Roßla-21

In der Goldenen Aue, zwischen Harz und Kyffhäuser, an der Helme, liegt der Verwaltungssitz der Gemeinde Südharz, mit 2244 Einwohnern, die sich auf Roßla und die eingemeindete Ortschaft Dittichenrode verteilen.

Der Ort wird erstmals in einer Urkunde vom 15. September 996 erwähnt. Mit dieser Urkunde schenkte Kaiser Otto III. dem Kloster St. Kilians Zelle (Bistum Würzburg) die Gemeinde Roßla. Der Bergfried einer früheren Wasserburg ist heute noch im Schlosshof zu sehen. 1119 wird ein Dietmar von Roßla, 1238 ein Friedrich und 1315 ein Heinrich von Roßla genannt. In der Mitte des 11. Jahrhunderts gehörten Teile des Helmerieds zum Erzbistum Mainz und zum Kloster Fulda. Das Kloster Walkenried erwarb um 1144 Gebiete in der Region. Später meliorierten die Mönche gemeinsam mit den angesiedelten Flamen das fruchtbare Land. Die Flamen waren erfahren und brachten Geld, Vieh und Nutzpflanzen aus ihrer Heimat mit. Trotz der Entwässerung gab es immer wieder Wasserprobleme. Die Hochwasserstände sind in dem südlichen Widerlager der Mühltalgrabenbrücke in Kelbra eingemeißelt worden. Der höchste Wasserstand war 1881 und 1946 mit über 4 Metern. Bis 1945 war Roßla Sitz einer Linie der gefürsteten Grafen zu Stolberg.

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich im Ort ein Außenlager des KZ Mittelbau Dora mit 110 Häftlingen. Am 12. April 1945 wurde Roßla von der amerikanischen Armee besetzt und Anfang Juli in die Sowjetische Besatzungszone eingegliedert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Hermine Reuß, die Witwe des letzten deutschen Kaisers, Wilhelms II., von ihrer jüngsten Schwester, Ida Fürstin zu Stolberg-Roßla, im Schloss Roßla aufgenommen. Nach der Enteignung des Fürsten zu Stolberg-Roßla wurde er mit seiner Familie im Oktober 1945 im Lager Torgau interniert. Die Kaiserin-Witwe Hermine verstarb in sowjetischer Internierung 1947 in Frankfurt/Oder.

Seit dem 18. Jahrhundert (1719) bestand im Ort das Gräfliche, ab 1893 bis 1947 Fürstliche Konsistorium Stolberg-Roßla, für die Leitung der lutherischen Kirche in der Grafschaft Stolberg-Roßla. Besonders sehenswert sind die Evangelische Trinitatiskirche, 1868–1872 durch Ferdinand  Wendeler erbaut, die klassizistische Anlage des Schlosses Rossla (1827 – 1831), die  Fürstliche Rentkammer, ein bedeutendes geschichtliches, kulturell-künstlerisches und städtebauliches Baudenkmal und „s´ohle Huss“ – ein lebendiges Denkmal, Sitz des emsigen Geschichtsverein des Ortes, der jedes Jahr zahlreiche interessante Veranstaltungen dort anbietet. Die Kiesgrube Rossla lädt im Sommerhalbjahr Gäste und Einwohner zum Baden ein.

Menü

Gastgeberverzeichnis Südharz